Artikel Nr. 4691 | Ausgabe Nr 94 | 2017

Schwere Beine waren gestern!

Als Heparinabkömmlinge sind Heparinoide für ihre gerinnungs- und entzündungshemmende Wirkung bekannt.

Die Veneninsuffizienz ist relativ weit verbreitet und betrifft weit mehr Frauen als Männer. Welches sind die typischen Symptome, und was hilft dagegen?

Die Venenschwäche (Veneninsuffizienz) ist zum Teil vererbt und führt zu Symptomen wie schweren und müden Beinen, Wadenkrämpfen oder Besenreisern und Krampfadern. Ausgelöst wird das Phänomen durch eine Schwäche der Venenwände sowie durch ein Versagen der Venenklappen. Der Abtransport des Blutes zum Herzen ist nicht mehr ausreichend gewährleistet. Das Blut stagniert und lässt den Venendruck ansteigen, was auf Dauer zu den obengenannten Symptomen führt. Manche Faktoren fördern die Entstehung oder Verschlimmerung einer Venenschwäche: Bewegungsmangel, Übergewicht, langes Verharren in der gleichen Position (im Sitzen oder Stehen), Schwangerschaft usw.

Produkte zum Einnehmen oder Einreiben

Bei den ersten Anzeichen wird eine lokale Anwendung von Produkten auf Heparinoid-basis empfohlen. Als Heparinabkömmlinge sind Heparinoide für ihre gerinnungs- und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Die Creme oder das Gel soll von den Füssen herzwärts,
also von unten nach oben, aufgetragen werden, um den Venenrückfluss zu unterstützen. Es gibt auch Produkte zum Einnehmen mit Pflanzenextrakten, die den Venentonus verbessern.

Bewegung gegen Venenschwäche

Auch dieser Aspekt ist entscheidend. Man kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig regelmässige körperliche Bewegung – z. B. Marschieren, Velofahren, Schwimmen – ist. Diese Sportarten aktivieren den venösen Rückfluss und lindern das Schweregefühl und die
Müdigkeit in den Beinen. Stütz- oder Kompressionsstrümpfe erzielen die gleiche Wirkung. Modelle mit leichter Stützkraft sind nach vorgängiger Beratung in der Apotheke, Drogerie oder im Sanitätsfachgeschäft erhältlich.

Warum sich also Sorgen machen?

Auch wenn die ersten Anzeichen einer Venenschwäche an sich harmlos wirken, können sie sich längerfristig verstärken und zu einer Thrombose führen. Die Venenthrombose ist eine ernsthafte Erkrankung, die eine ärztliche Versorgung erfordert. Wenn sich bereits
Krampfadern (infolge einer dauerhaften Erweiterung deformierte oder geschlängelte Venen) gebildet haben, ist manchmal auch eine Operation erforderlich.

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Die vollständige und teilweise Wiedergabe ohne Einwilligung des Herausgebers ist verboten und gesetzeswidrig. Kopien und Adaptationen aller Art sind ebenfalls unzulässig.
Isabelle Hulmann Isabelle Hulmann

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